Ich mache ja kein Geheimnis daraus, dass ich jedes Jahr zu Ostern oder auch zu Weihnachten die serbisch-orthodoxe Fastenzeit faste. Doch dieses Jahr habe ich mich aus eigenem Interesse bemüht, richtig vegan zu leben. Dürfen wir in der Fastenzeit sonst auch Fisch essen, außer in der ersten und in der letzten Osterwoche, so habe ich auch diesen weg gelassen und auch alle Speisen ohne Öl zu mir genommen.

Heute ist also der letzte vegane Tag (morgen wird traditionell ein kleines Fischgericht zubereitet und verzehrt), den ich vor Ostern verbringe.

Und wie fühle ich mich?

Ich muss ehrlich zugeben – ganz gut! Ich habe mich in den 8 Wochen wirklich mit dem Thema Veganismus auseinandergesetzt und musste auch einige Dinge feststellen, von denen ich vorher nie was ahnte.

Mit Koops Geheimwaffe in meiner Tasche, dem Peta Vegan Guide, und einigen Rezepten aus veganen Foren machte ich mich also auf den Weg zu meinem ersten richtig veganen Einkauf.

Ich bin ein Fleischesser, das weiß auch jeder in meiner Umgebung, ich koche einfach gern und es schmeckt mir gut. Aber die 7 Wochen, in denen ich sozusagen Teilzeit-Veganer war, sind wirklich etwas besonderes gewesen. Erst jetzt fällt mir auf, wie schwer diese Gruppe es in der Gesellschaft wirklich hat. Besonders, wenn es darum geht, irgendwo essen zu gehen, denn viel Auswahl gibt es wirklich nicht. Und dann noch die berühmte Frage:

Ist das vegan?

Meistens da wird man schon von oben nach unten hin gemustert, als würde man sagen: Ich bin ein Alien und will deine Friteuse fressen! Dabei ist dem einfach nicht so. Ich persönlich akzeptiere es und habe absolut nichts dagegen, wenn jemand sagt, er sei Vegetarier oder Veganer, denn es ist für mich einfach spannend, da ich viele verschiedene Rezepte ausprobiere und diese Menschen auch gern bekoche. Weil ich mir so viele Gemüsepfannen gemacht habe, hab ich mir sogar einen Wok zugelegt – auch ohne Öl kann man wunderbare Gerichte zubereiten.

Doch zurück zum Konsum…

Was isst man denn so als Veganer?

Gemüse und Obst, ist doch klar. Doch pur? Das wird doch langweilig. In der ganzen Zeit war meine Gewürzsammlung mein bester Freund, schmeckte das Essen mal nicht so wie ich es gern gegessen hätte half jedes Töpfchen fleißig nach. Man muss den Umgang mit Gewürzen lernen, dann hat man es wirklich einfacher.

Meine Lieblingsgerichte (Rezepte auf Anfrage in den Kommentaren) waren dann doch:

Gemüsepizza (ohne irgendeine Art von Käse, aber man hat sie nicht vermisst!)
Oliven-Paprika-Kartoffel-Pfanne
und
Champignon/Paprika Aufstriche

Und was, wenn man mal wirklich Lust auf was süßes hat? Schokolade, Gummibärchen oder was ganz anderes?

Man muss nicht darauf verzichten! Laut dem Peta Vegan Guide gibt es eine riesige Liste von Süßigkeiten, die man essen kann bei denen gewährleistet ist, dass sie vegan sind.

Und was, wenn man eingeladen wird?

Das kann eine unangenehme Sache werden, wenn die Leute nicht akzeptieren, dass man eben vegan isst. Es wird leider wie manch andere Dinge auch als eine Art Behinderung angesehen. Die Blicke voller Mitgefühl und Mitleid… Welches man aber nicht haben muss, denn es ist vollkommen in Ordnung, nicht schmerzhaft und gesund.

Gesund? Sicher, dass dir keine Vitamine fehlen, Kind?

Nee, eigentlich gar nicht. Ich achte ja sowieso auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung (bitte streicht jetzt die ganzen Wassereisfotos von mir aus eurem Gedächtnis, lol) und deswegen fehlt mir auch nichts. Außer die elf Kilo, die ich in den sieben Wochen verloren habe. Aber darauf kann ich sehr gut verzichten 😀

Da heute ja auch Karfreitag ist, verzichte ich den ganzen Tag auf Essen und Getränke. Das ist für mich jedes Jahr so eine Art Abschluss, mit dem ich all das, was ich so zu mir genommen habe, Revue passieren lasse. Es war dieses Jahr eine besondere Fastenzeit und ich hab es ehrlich gern getan, auch wenn ich dann doch manchmal heißhunger auf meinen geliebten Naturjoghurt hatte.

Ich werde jedenfalls in Zukunft versuchen, Veganer zu unterstützen und ihre Stellung in unserer Gesellschaft zu verteidigen, denn es ist wirklich eine gute Sache, die gar nicht so übel ist!

Und, worauf habt ihr verzichtet? Wart ihr erfolgreich dabei oder hat es doch nicht so ganz funktioniert, und woran hat es gelegen?

Ich wünsche Euch jedenfalls einen schönen Freitag Abend…

Liebe Grüße

Sam

Und da ist er wieder, mein geliebter Jason Statham. Letztes Jahr ließ er seine Bauchmuskeln in The Expendables wackeln und ab heute soll es The Mechanic sein.

Hierbei handelt es sich um einen Action-Thriller der besonderen Marke, ist es doch ein Remake des Films Kalter Hauch aus dem Jahr 1972 mit Charles Bronson. Doch lasst euch hiervon nicht beirren, das „Original“ muss man nicht unbedingt gesehen haben, denn man ist nach wenigen Minuten schon in der Handlung drin.

Also, worum geht es?

Jason Statham spielt Arthur Bishop, einen so genannten Mechaniker, der Aufträge präzise und sorgfältig plant und ausführt. Also einen Auftragskiller. 😉
Er lässt es immer wie einen Unfall oder nach einem natürlichen Tod aussehen, bewahrt einen kühlen Kopf und lässt keine Emotionen in seine Arbeit fließen.
Doch eines Tages erhält er den Auftrag, seinen eigenen Mentor zu töten – denn Job ist Job.

Es ist die Story eines Mörders der gegen Geld Aufträge durchführt und durchblicken lässt, dass er auch mit all dem Geld nicht unbedingt glücklich werden kann, denn das schlechte Gewissen verfolgt ihn unterbewusst. Wenn er seine Schallplatten behutsam putzt und auflegt, an seinem Wagen schraubt, mit dem er wahrscheinlich niemals eine Spritztour machen wird oder einige Minuten mit einer Frau verbringt, mit der er sich alles vorstellen könnte, nur kein ruhiges Leben, dann merkt man schnell: Arthur Bishop ist jemand, der jeden einzelnen seiner Schritte durchdacht hat und jedem einen Schritt voraus ist, sogar sich selbst.

Im Gegensatz zum geistigen Original des Films, in dem Charles Bronson eher den einsam-isolierten Killer spielt, ist Jason Statham eher der Typ, der Freundschaften im kleinen Rahmen pflegt und doch eher sympathisch und gesellig wirkt. Auch wenn er seinem Schüler im Film immer predigt, Rache sei nichts gutes und verleite einen zu Fehlern, lässt er seine Prinzipien in manchen Situationen auch fallen und sich von seinen Gefühlen leiten. Doch trotz dieser Tatsache fühlt sich der Charakter mechanisch an, er folgt bestimmten Abläufen, die sich immer wieder wiederholen und ihn zu einem Roboter werden lassen.

Ich bin in den Genuss gekommen und durfte den Film schon gestern sehen und wurde nicht enttäuscht – eine gute Portion Action um ein ewiges Katz- und Maus Spiel in dem es einfach nur darum geht, andere an der Nase herum zu führen, damit sie den Blick für das wesentliche vernachlässigen. Der Film hat zwar keinen Kult Faktor, aber er unterhält und folgt einer klaren Linie, die kaum durchbrochen wird, aber wenn: Dann gefällt es. Mir zumindest! 😉