Sky Doll Band 1 Comic

Sky Doll # 1 – Die gelbe Stadt

by • 19. September 2014 • Comics, ReviewComments (0)2945

Sky Doll ist eine italienische Sci-Fi Comic Serie von Alessandro Barbucci und Barbera Canepa aus dem Jahre 2000. Bekannt sind die beiden Zeichner und Autoren vor allem aus den Serien Monster Allergy  und Witch.

Puppen, Massenmedien und ein Halleluja

Die Stadt Johanna

Wir befinden uns in Johanna, auf dem Planeten Papathea. Von hier aus regiert die machthungrige Päpstin Ludowika die Galaxy mit Hilfe der Medien, der Polizei und den inszenierten „Wundern“.Die Stadt ist voller Kirchen, Predigern und Pilgern, welche die Päpstin als ihr Oberhaupt anerkennen.

Eines Tages treffen die beiden Missionare, Jahu und Roy, auf die gutaussehende Noa, einer Aufziehpuppe, auch Sky Doll genannt., welche für die Raumschiffwaschstation Heaven arbeitet, diese wird von dem tyrannischen „Gott“ geleitet. Jedoch ist Noa nicht wie die anderen Puppen und  flieht mit der Hilfe der Missionare. Schnell wird auch klar, warum sie nicht wie die anderen Sky Dolls ist.

Wasserfall im Mund

Bildschirmfoto 2014-07-23 um 17.56.21Hier musste ich echt aufpassen, dass mein Kiefer nicht gleich runterfällt und in den Urlaub fährt. Zeichnerisch sind die Figuren sehr süß gezeichnet und erinnern an Disney. Was auch nicht verwunderlich ist, da beide für den Großkonzern bereits gearbeitet haben. Besonders erinnern mich die Figuren an den Film „Die Schatzinsel“.
Dennoch ist der Comics nichts für Kinder, da hier die weiblichen Konturen und das Eva Kostüm prall zur Schau gestellt werden.
Vor Allem die Koloration sind fabolös. Die Farben sind Dunkel und Kalt gehalten und haben immer wieder tolle grelle Highlights.Hier hebt sich der Comic ganz klar von seinen Konkurenten ab, die meist merkbar mit PC kolorieren. Bei Sky Doll scheint es Aquarell zu sein und lässt den Comic nicht wie ein 08/15 Schinken wirken, sondern wie etwas Besonderes, mit liebe gemachtes. Damit soll jetzt nicht gesagt sein, dass andere Comics ohne Liebe gemacht wurden, sondern, dass hier sehr viel Liebe und Arbeit im Detail steckt und das merkt man auch.

Nichts für Kinder und filmisch inzeniert

Heaven und die DienstleistungAls erstes muss man jedoch sagen, obwohl der Stil sehr an Disney erinnert, dass er nichts für Kinder ist. Das liegt nicht nur an den nackten Wesen und deren erotischen Einlagen, sondern auch an der Story.  Sie ist mit einigen perversen Anekdoten bestückt undzeigt durch die Kritik an Religion und Gesellschaft, dass hier eine reifere Leserschaft als Ziel auserwählt wurde.  Des Weiteren wird auch hier die ethische Frage gestellt: Sind Androiden, hier Sky Dolls, wie Menschen?
In diesem Comic werden die Puppen als Lustobjekte und Hilfsmittel erschaffen und verhalten sich auch so, dennoch ist Noa anders und hat menschliche Aspekte in Ihrem Gefühlssprektrum und Charakter.
Der Comic ließt sich sehr flüssig und erinnert vom Lesefluss an einen tollen Film von dem man sich wünscht, das er nie endet. Leider ist hier nach 43 Seiten, vorerst, Schluss.
Dies geschieht allein durch die gute Koloration

Fazit

Ich bin Begeistert! Das war das erste Mal nach Jahren, dass ich mich wieder wie ein Kind gefühlt habe. Ein Kind das zum ersten Mal einen besonderen Film oder Comic für sich entdeckt. Ich bin echt verliebt in die, bisherige, Geschichte und vor allem in das Artwork und Koloration.  Für knapp 15€ erhält man hier ein qualitativ Hochwertigen Comic Album mit, wie man es vom Splitter-Verlag kennt, sehr guter Papierqualität, sodass nicht jede zweite Seite einreißen könnte.
Empfehlen kann ich diesen Comic jeden, der Sci-Fi mag, sich für Gesellschaftskritik interessiert und schönes Artwork liebt.

 

Sky Doll – Die gelbe Stadt von Alessandro Barbucci und Barbera Canepa, erscheint beim Splitter-Verlag im Hardcover. Die 43 Seiten kosten 14,80€

www.splitter-verlag.de

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