Limp Bizkit in Düsseldorf am 5. September

by • 6. September 2010 • CityLife, Konzert, Limp Bizkit, Music, Saison, Sehenswert, WOOHOOOOooComments (0)928

Eigentlich weiß ich gar nicht, was ich richtig sagen soll. Noch immer hält mich die Faszination und die Sprachlosigkeit (und die Halsschmerzen vom gröhlen, hehe) gefangen. Jahrelang hat man gehofft und gebangt, immer wieder gedacht: „Ob ich die noch einmal live sehe?“ und dann passiert es: Man sieht sie prompt zwei Jahre direkt hintereinander.

Ich war schon damals im März 2004 in Düsseldorf und stand in der ersten Reihe. Es war ein tolles Konzert gewesen, die Energie und diese Leidenschaft, die an diesem Abend verbreitet wurde, war verblüffend. Doch gestern…

Der gestrige Abend mit Limp Bizkit in der Phillipshalle mit ca. 7000 anderen Fans war atemberaubend.

Der Tag fing damit an, dass wir rechtzeitig (8 Stunden vorher, *hust*) dort waren. Was mich wirklich erstaunt und auch sehr gefreut hat war, dass es noch immer Leute gibt, mit denen man sich spontan anfreundet, Witze reisst und die einfach ganz normal sind. Es war ein Geben und Nehmen, das Problemlos verlief. Wir haben gesungen, gelacht, gute Laune verbreitet und das Wetter war auch super. Die Sonne schien und Sorgen waren vergessen. Es ist ein tolles Gefühl, andere Menschen kennen zu lernen, die ähnliche Dinge erlebt haben und denen die Musik was bedeutet. Das ist heutzutage nicht mehr selbstverständlich… Wenn man daran zurückdenkt, wie man jedes Mini-Interview, Videotagebuch oder jedes Konzert mit einer VHS Kassette aufgenommen hat und die anderen lachen müssen, weil es ihnen genau so ging… Solche Musik-Liebe gibt es heutzutage nicht mehr so oft. Oder wenn man weiß, dass die anderen vor 6 Jahren auch genau an dem gleichen Ort waren und man sich nun „wiedertrifft“.

Es ist verblüffend, wie Freud und Leid beieinander liegen. Und welche Kraft Musik hat. Die Eindrücke der Loveparade 2010 beschäftigen mich noch immer, so leicht bekommt man solche Dinge eben nicht aus dem Kopf. Und wenn man dann auch noch vor Ort einen Sicherheitsdienst hat, deren Mitarbeiter aus Angebern besteht („WIR hätten DIESE Fehler ja NIIIIIIIEEEMALS gemacht…“ SCHWACHSINN!), geht man mit einem mulmigen Gefühl in die Menschenmenge. Aber was ich wieder gemerkt habe: Die Leute, die in der ersten Reihe standen, denen war es auch wichtig, dort zu stehen. Man hat die anderen nicht weg gedrückt, sondern mitgezogen. Das es so etwas zwischen Fremden noch gibt, hat mir ein Stück Energie zurück gegeben. Und wenn dann dort oben noch eine Band steht, die einen im Prinzip das ganze Leben begleitet hat… Das macht einen glücklicher denn je.

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Natürlich gibt es wieder Menschen, die rufen: „Wie kannst du DIIIIEEE nur TOOOOLLLL findeeeeeen?“ und so weiter. Dazu kann ich nur sagen: Das versteht nur jemand, der mich durch Freud und Leid begleitet hat und mich schon lange kennt. Und der sich ernsthaft mit der Musik, den gekonnt geschriebenen Texten und der Energie darin beschäftigt hat. Diese Band schreibt teilweise Texte aus dem wahren Leben. Die tief unter die Haut gehen und bewegen. Verstehen, einen an die Hand nehmen und sagen: So schlimm ist es im Prinzip doch gar nicht.

Viele Leute haben solche Momente, die sie mit der Musik teilen. Und ich teile sie eben mit Limp Bizkit. Aber ich bin ja, wie ihr wisst, auch offen für andere Musik.

Zur Vorband The Blackout kann man nur sagen, dass sie wirklich nicht so schlecht waren wie Hollywood undead letztes Jahr. Sie hatten ein paar echt gute Songs und witzig waren sie auch. Sie haben eben versucht, einzuheizen und ihr bestes zu geben!

Ich freue mich jedenfalls auf das neue Limp Bizkit Album Gold Cobra und bis dahin rocken wir eben mit dem was wir haben!

Rock on!

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