The Last Story für die Wii

by • 2. März 2012 • Art Design, Design, Druckveredelung, Gameing, Illustration, Sehenswert, Spiele, Technique, Wii, ZockereiComments (0)1554

Seit einer Woche zocken sich schon so manche Gamer durch eines der letzten großen Rollenspiele für die Wii durch – The Last Story. Nach einem wunderbaren Spiel wie dem im letzten Jahr knapp nach der Gamescom veröffentlichten Xenoblade Chronicles für die Wii würzt das natürlich wieder die aktuelle Einöde der Zockerei – zumindest, was RPG-Fans angeht, die nur eine Wii besitzen.

Natürlich liegt mir – wie eigentlich fast immer – die Special Edition Box vor. Sie ist nicht nur edel verarbeitet, sondern enthält auch so manches Highlight wie beispielsweise den Soundtrack und ein tolles Artbook mit Zeichnungen und Skizzen der Entwickler. Das Steelbook macht auch einiges her und hat Platz für das Spiel und für den Soundtrack.

The Last Story für die Wii

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Einmal in die Konsole geschoben geht es auch schon direkt los – man wird praktisch in eine Kampfsituation geworfen und lernt dort einige der wichtigsten Moves. Die charmanten Charaktere rund um The Last Story machen auch richtig was her – coole Sprüche, kleine Wortgefechte und gut kombinierte Moves überzeugen von Anfang an.

Ich habe – wie fast immer bei solchen Spielen – direkt den Classic Controller angeschlossen und kann nur aus dieser Sicht berichten.

Die Zwischensequenzen, die man in den ersten Spieltstunden sehr oft zu Gesicht bekommt, sind wirklich wunderbar animiert worden – da wurde ganze Arbeit geleistet.

Die Söldnertruppe, bestehend aus Zael, Syrene, Dagran und Yurick, will einen Auftrag in der Reptidenhöhle erledigen und gerät dann in die Hände von mysteriösen Skeletten, die zum Leben erwachen und die es zu bekämpfen gilt. Zwischen den ersten Gefechten wechselt man auch unter den Charakteren – bis sie sich auf einem Kampffeld wiederfinden und gemeinsam gegen den Feind antreten. Taktik ist gefragt und deswegen hat man meistens die Chance vor einem großen Kampf das Spielfeld zu überblicken, um sich die Feinde genauer ansehen zu können. Die Charaktere geben auch immer wieder einen guten Tip ab – doch manchmal muss man dann doch selbst die Entscheidung treffen, ob man eine Brücke sprengen oder lieber die Gegner abschießen will.

The Last Story für die Wii

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Zael trägt nicht nur ein Schwert, sondern auch eine Zweitwaffe – eine Armbrust, mit der man auch Ziele anvisieren kann. Außerdem besitzt er die Gabe, die Aufmerksamkeit der Gegner auf sich ziehen zu können, um sie von anderen Gefährten abzulenken. Im Dungeon finden wir auch Bomben, mit denen wir so manche Gegner in Schach halten können.

Natürlich trifft man auch auf einige Klischees – eine Prinzessin, die naiv die Stadt erkundet oder ein Söldner, der auf eine Zukunft als Ritter hinarbeitet. Doch das ist schon fast Nebensache, denn die Geschichte rund um die Truppe wird dann doch noch interessanter. In der Taverne treffen wir auch noch auf zwei weitere Söldner, die unserer Gruppe angehören – Frauenschwarm Lowell und die Heilerin Myrania.

The Last Story für die Wii

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Was mich am Anfang gewaltig gestört hat war das, ich nenne es jetzt einfach mal so, „Minispiel“ in der Stadt – man rennt vor einigen Soldaten weg. Eine Art Schnitzeljagd. Da fehlte es mir an Orientierung in der Stadt, die Karte ist wirklich zu unübersichtlich für das ganze Minispiel. Man weiß nicht so recht, wohin man laufen soll, mit viel Glück habe ich dann die Gaststätte doch noch gefunden. Einen weiteren Minuspunkt gibt es hier für die Steuerung – wenn man von einem Gegner gepackt wird, muss man auf dem Classic Controller den linken Stick schnell hin und her bewegen, um sich zu befreien. Da habe ich so einige Male gedacht: „Hoffentlich hält der Classic Controller das aus…!“

The Last Story für die Wii

The Last Story für die Wii

The Last Story für die Wii

Die Musik, die von Uematsu Nobuo komponiert wurde, ist ein einziger Genuss. Sie stört nicht, sondern untermalt die ganze Zeit über klar und deutlich die einzelnen Szenen, Gebiete und Kämpfe. Besonders gepaart mit der wunderschönen Grafik macht das ganze Konzept etwas her. Szenen, die am Wasser spielen sind ein Augenschmaus und überraschen – es geht also doch! Mich stören die britischen Stimmen der Sprecher nicht – ich finde, sie unterstreichen wunderbar die tollen Charaktere und ihre Eigenheiten, beispielsweise die der trinkenden Syrene. Was mich wirklich positiv überrascht hat war die Vielfältigkeit der Gespräche – während man so manche Gegenden erkundet, unterhalten sich die Charaktere über vorgefallene Situationen oder darüber, wozu sie Lust hätten (Syrene und ihr Bier *lach*). Das war nämlich eine meiner größten Befürchtungen – dass es wie bei Xenoblade Chronicles immer wiederkehrende Standard-Sätze gibt, die sich 100 Mal im Kampf wiederholen.

The Last Story für die Wii

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Aber ich möchte die beiden Spiele nicht miteinander vergleichen – das wäre Unfug. Was man aber noch dazu sagen kann: Es gibt leider nicht so viele frei erkundbare Schauplätze wie bei Xenoblade Chronicles. Dafür findet man in vielen Ecken mit Hilfe von Zaels Fadenkreuz-Sucher so einige kostbare Objekte.

Obwohl man durch das Spähen schon ein wenig in die taktische Richtung geschickt wird, enden die meisten Kämpfe damit, dass man nach und nach einfach die Gegner erledigt, um sie zu erledigen – sprich, es kann schon mal vorkommen, dass man einfach wie wild drauf los feuert und kämpft, was das Zeug hält. Wem die Outfits der Charaktere zu bunt sind, wird sich sicherlich darüber freuen, dass man diese farblich anpassen kann – was ja doch nicht so oft vorkommt.

The Last Story für die Wii

Mein Fazit:

Die Geschichte rund um die sympathische Söldnertruppe, die davon träumt, Respekt und Anerkennung zu bekommen, ist eigentlich sehr Einsteigerfreundlich. Die Speicherpunkte, die es im Spiel gibt, sind wirklich zahlreich vorhanden und man muss nicht dauernd von Panik verfolgt nach einem Speicherpunkt suchen. Einige der Figuren sind zwar ein wenig klischeehaft, doch die Grafik und die Musik zum Spiel reisst einen dann doch mit. Es hat nicht die Klasse eines Final Fantasy-Spiels und auch nicht die Freiheiten von Xenoblade Chronicles – muss es aber auch nicht. Es tut auch mal ganz gut, einfach mal zu zocken – es lohnt sich auf jeden Fall, mal reinzuschauen.

Hier noch der Trailer zum Spiel:

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