Designaussage der Woche

by • 25. Juni 2012 • Art Design, Bloggeria, Designaussage, Inspiration, Interior, SaisonComments (2)1314

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Alles, was man jeden Tag macht, also leben, lieben, essen, arbeiten, trinken, spazieren gehen, Auto fahren und so weiter, das alles ist in irgendeiner Form designt. Jeder Löffel, den man in den Mund steckt, ist designt. Jedes Auto, jeder Türgriff. Alltag ist bestimmt von Design, ob man es will oder nicht. Design ist also eminent wichtig – als Gestaltungsraum für unser Leben. Wenn man das erst einmal versteht, kann man in die Tiefe gehen und erklären, dass Design neue, umweltbewusstere Materialien aufgreift, dass Design zu klären sucht, wie man leben will, dass Design eben nicht nur dazu da ist, Oberflächendekor zu sein. So nimmt man dem Design das Elitäre, und das ist wichtig, um es in der Öffentlichkeit zu etablieren. Und das passiert ja gerade. Nur so lässt sich seine Popularität und Bedeutung heute erklären.

~ Uta Brandes im Interview mit DER STANDARD

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2 Responses to Designaussage der Woche

  1. Carsten sagt:

    Design ist das bewusste Gestalten von… ja von was eigentlich? Ich behaupte von ALLEM. Nicht nur Grafiken, Layouts und Bedienoberflächen werden designed. Jede Funktionalität in jedem beliebigen Objekt wird bewusst gestaltet. Sei es das Schlafsofa, Funktionen einer Website, die Zusammensetzung des Asphalts oder der Sound eines Keks beim Draufbeißen. Design beginnt da, wo über etwas nachgedacht wird. Es ist unerheblich, welche Materialien oder Hilfsmittel verwendet werden.
    Ich habe mich grade mal im Büro umgesehen um irgend etwas zu suchen, von dem man behaupten könnte es wäre nicht „designed“ worden. Ich sehe vielleicht vieles, das in meinen Augen unästhetisch wirkt. Aber auch die hässlichen Sachen wurden bewusst so kreiert, wie wir sie sehen.
    Mit dieser Auffassung habe ich mir angewöhnt das Wort „designen“ so wenig wie möglich zu benutzen. Der Steinmetz hier in der Straße designed keine Grabsteine, er „macht“ sie. Haribo „designed“ keine Gummibärchen, es „macht“ sie. Ich designe auch keine Webseiten. Manchmal entwerfe ich sie, meistens aber „mache“ ich sie einfach. Auch wenn dieses „Machen“ den kreativen Prozess des Layouten und Gestalten beinhaltet.

    Kleines Gedankenexperiment: Jedesmal, wenn du „Design“ sagen möchtest, versuch es durch ein treffenderes Wort zu ersetzen. Gestaltung, Layout, Illustration, etc…

    Im Grunde stimme ich dir also zu (glaube ich zumindestens). Design ist nichts elitäres. Design kann von jedem gemacht werden. Design heißt nicht, dass man Flyer entwirft und Webseiten gestaltet. Design heißt einfach nur „machen“ im Sinne von „kreieren“.

    Grüße,
    Carsten

  2. Sam sagt:

    Das sehe ich auch so. Alles ist irgendwann mal gestaltet worden, weil es eben eine Funktion hat. Problematisch wird es meiner Meinung nach erst, wenn der Designer überhaupt nicht darüber nachdenkt, was er da in die Welt setzt. Ich bin der Meinung, dass jeder für das verantwortlich ist, was er gestaltet – oder eben „macht“, wie du sagst.

    Mir geht es auch so, dass ich das Wort „designen“ nicht mehr gern benutze. Eine gute Angewohnheit!

    Vielen Dank für deine ausführliche Meinung!

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